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Rückblick auf den Stadtrundgang zum Thema Sucht vom 18. April

Der Stadtrundgang zum Thema Sucht in Olten bot 23 Teilnehmenden eindrückliche Einblicke in die Lebensrealitäten suchtbetroffener Menschen sowie in die Unterstützungsangebote vor Ort. Fachpersonen der Suchthilfe Ost aus unterschiedlichen Bereichen zeigten auf, wie Begleitung, Beratung und niederschwellige Treffpunkte konkrete Hilfe im Alltag ermöglichen.

Monika Huggenberger durfte 23 Teilnehmende beim Stadtrundgang begrüssen.

Daniel Schaad stellte das begleitete Wohnen vor. Suchtbetroffene werden in ihren Wohnkompetenzen gestärkt und durch regelmässige Besuche unterstützt. Dabei stehen Alltagsstruktur, Stabilität und Selbstständigkeit im Zentrum der Begleitung. Ziel des Angebots ist es, den Betroffenen einen Rückzugs- und Wohlfühlort in den eigenen vier Wänden zu erhalten oder zu ermöglichen.

Isabelle Müller-Weber erzählte eindrücklich von der Abweisung und sozialen Ausgrenzung, welche suchtbetroffene Menschen täglich erfahren. Im Zweierteam der aufsuchenden Sozialarbeit ist sie regelmässig in Olten unterwegs. Im Zentrum ihrer Arbeit steht eine vertrauensvolle Beziehung zu den Betroffenen, die auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt basiert.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde in der prallen Sonne lud Ivan Lanz die Teilnehmenden in die kühlen Räume des City-Träffs ein und verteilte Wasser zur Erfrischung. Der City-Träff ist seit wenigen Wochen eröffnet und hat bereits rund 40 Mitglieder. Er ist einer der wenigen ungezwungenen Aufenthaltsorte für suchtbetroffene Menschen in Olten.

Dass Sucht eine Krankheit ist, darüber herrscht Einigkeit. Rafael Bollag erläuterte die psychiatrischen Kriterien einer Abhängigkeitserkrankung. Gleichzeitig wurde betont, dass die Übergänge vom Genuss zur Sucht fliessend sind. Eine Suchtberatung kann bereits dann sinnvoll sein, wenn man den eigenen Konsum hinterfragt oder verändern möchte – unabhängig von einer Diagnose.

Der Rundgang endete in der Stadtküche mit Catarina Martins. Die Stadtküche bietet Mahlzeiten, Internetzugang, eine Dusch- und Waschmöglichkeit, niederschwellige Beratung und einen Aufenthaltsort ohne Konsumzwang.

Direkt neben der Stadtküche befindet sich die Kontakt- und Anlaufstelle mit Konsumräumen. Dort werden jährlich rund 18’000 Konsumationen illegaler Substanzen begleitet, was den öffentlichen Raum spürbar entlastet.

 

Merci an alle Teilnehmenden. Wir freuen uns bereits auf die nächste Durchführung.

 

 

Kontaktpersonen

Rückblick auf den Stadtrundgang zum Thema Sucht vom 18. April

Monika Huggenberger

Geschäftsleiterin

076 323 66 21
E-Mail
Rückblick auf den Stadtrundgang zum Thema Sucht vom 18. April

Daniel Schaad

Abteilungsleiter
Begleitetes Wohnen / Stv. Geschäftsleiter

079 948 05 49
E-Mail
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Isabelle Müller-Weber

Projektleiterin
Aufsuchende Sozialarbeit

079 724 59 57
E-Mail
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Rafael Bollag

Abteilungsleiter
Sucht- und Jugendberatung / Case Management

079 676 01 02
E-Mail
Rückblick auf den Stadtrundgang zum Thema Sucht vom 18. April

Catarina Martins

Abteilungsleiterin
Stadtküche / Kontakt- und Anlaufstelle

076 325 10 73
E-Mail