Nationale Aktionswoche 2026: Kinder suchtkranker Eltern sichtbar machen
Vom 16. bis 22. März 2026 findet in der Schweiz die Nationale Aktionswoche für Kinder von Eltern mit einer Suchterkrankung statt. Bereits zum achten Mal wird sie von Sucht Schweiz koordiniert und ist Teil des Programms „PAPA TRINKT, MAMA TRINKT.“ – Nationales Programm für Kinder von Eltern mit einer Suchterkrankung.
Die PERSPEKTIVE Solothurn Grenchen beteiligt sich gemeinsam mit der Suchthilfe Ost an der Aktionswoche. Ziel ist es, die oft unsichtbaren Kinder von suchtkranken Eltern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und Fachpersonen zu sensibilisieren.
Büchertische in den Solothurner Bibliotheken und Buchhandlungen
Während der Aktionswoche laden die Solothurner Bibliotheken und Buchhandlungen zu thematischen Büchertischen ein. Dort sind Bücher, Filme und weitere Materialien rund um das Thema Kinder suchtkranker Eltern ausgestellt, die informieren und sensibilisieren – ideal für Fachpersonen, Familien oder Interessierte. Folgende Bibliotheken und Buchhandlungen beteiligen sich an dieser Aktion: Buchhandlung Klosterplatz in Olten, Zentralbibliothek Solothurn, Buchhandlung Schreiber in Olten.
Weitere Hintergrundinfos & Infomaterialien
Auf der Webseite kinderelternsucht.ch finden Sie vertiefte Hintergrundinformationen, weiterführende Materialien, Tipps und Anlaufstellen zum Thema.
Schulungen
Die PERSPEKTIVE Solothurn Grenchen und Suchthilfe Ost bieten jährlich im November eine ganztägige Schulung für Fachpersonen an, die mit betroffenen Kindern und Familien arbeiten. Dort erhalten sie praxisnahe Informationen und konkrete Hilfsmittel, um Kinder suchtkranker Eltern gezielt zu unterstützen.
Zudem werden an der Gesundheitlich-Sozialen Berufsfachschule mit Lernenden als Fachpersonen Betreuung Kind im dritten Lehrjahr Workshops durchgeführt. So werden bereits in der Ausbildung Wissen über die Bedürfnisse von Kindern mit suchtkranken Eltern und Handlungsmöglichkeiten vermittelt.
Ziel der Aktionswoche
Die Aktionswoche macht auf die Herausforderungen aufmerksam, die Kinder erleben, wenn ein Elternteil suchtkrank ist. Sie möchte:
- die Erfahrungen betroffener Kinder sichtbar machen
- bestehende Unterstützungsangebote bekannt machen
- Fachpersonen konkrete Hilfsmittel für die Arbeit mit den Kindern geben
- die breite Öffentlichkeit sensibilisieren, denn jedes Kind kann potenziell betroffen sein
