Ein zentraler Bestandteil der Konzeptentwicklung war der partizipative Einbezug von Peer-Personen. Menschen mit eigener Suchterfahrung und Szenenkenntnis bringen wertvolle Lebensweltexpertise mit und können Unterstützungsangebote ergänzen. In gemeinsamen Austauschsitzungen mit Fachpersonen und Peer-Personen wurden mögliche Aufgabenbereiche, Rollenverständnisse, Chancen sowie Herausforderungen der Peerarbeit reflektiert und diskutiert.
Der Einbezug der Peer-Personen wurde von allen Beteiligten als bereichernd und praxisnah erlebt. Besonders deutlich wurde, dass Peerarbeit den Zugang zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen erleichtern und Vertrauen fördern kann. Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig klare Rahmenbedingungen, Rollenklärungen und fachliche Begleitung für eine nachhaltige und professionelle Umsetzung sind.
Die erarbeiteten Inhalte wurden in einem Konzeptpapier zusammengeführt. Die Suchthilfe Ost prüft nun bis Ende Jahr, ob und in welcher Form das Konzept innerhalb der Organisation umgesetzt werden kann. Ziel bleibt es, bestehende Angebote der Schadensminderung weiterzuentwickeln und die Perspektiven von Betroffenen stärker in sozialpädagogische Prozesse einzubeziehen.
